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Rauchmelder: Was tun, wenn die Wohnung renoviert wird

Rauchmelder retten Leben / Juli 14, 2017

In ganz Deutschland gilt die Rauchwarnmelderpflicht. Zwar müssen bisher noch nicht in allen Bundesländern Bestandswohnungen ausgestattet sein, dennoch sind die kleinen Geräte an der Decke schon weit verbreitet. Das gilt insbesondere für Mietwohnungen. Stehen Renovierungsarbeiten an – und das ist bei Wohnungen im Durchschnitt alle zehn Jahr der Fall – sind die empfindlichen Messgeräte vor den damit einhergehenden Verschmutzungen zu schützen.

Das Spektrum bei Renovierungen reicht von einfachen Tapezier- und Malerarbeiten bis hin zu einer aufwändigen Kernsanierung. Eine unvermeidbare Begleiterscheinung solcher Arbeiten ist eine stärkere Staubentwicklung, die selbstverständlich auch vor vorhandenen Rauchmeldern nicht Halt macht: Bau-Staub dringt in die Geräte ein, verschmutzt die Rauchsensorik und kann so zu Falschalarmen oder zumindest zur merklichen Reduzierung der Gerätelebensdauer führen.

Rauchmelder abdecken oder abnehmen?
Um zu verhindern, dass Rauchmelder durch Renovierungsarbeiten unnötig belastet werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Grundsätzlich gilt der erste Blick den Angaben des Geräteherstellers zum empfohlenen Vorgehen. Ist in den Bedienungsunterlagen diesbezüglich nichts zu finden, kann ein Melder entweder abgedeckt und an seinem Platz belassen oder von der Decke abgenommen werden. Welche der beiden Varianten sinnvoll ist, hängt dabei von Art und Umfang der Arbeiten ab.

Zum Beispiel bei Malerarbeiten oder Erneuerung des Fußbodens kann der Melder von der Grundplatte abgenommen und in einem anderen Raum gelagert werden. Die Grundplatte verbleibt an ihrem Platz. Alternativ kann das ganze Gerät auch an seinem Montageplatz belassen werden. Einzige Bedingung: er muss so abgedeckt werden, dass kein Staub oder Farbe in die Raucheindringöffnungen gelangt. Dazu verwendet man am einfachsten eine Duschhaube, die eine komplette Abdeckung ermöglicht und durch das Gummiband von selbst am Rauchmelder hält. Das Gleiche wird – wenn auch mit etwas Aufwand – mit einem Kunststoffbeutel erreicht, der mit einem Malerkrepp am Melder befestigt wird. Der Vorteil hierbei ist, dass nach dem Abschluss der Arbeiten und nach Wiedermontage des Melders bzw. dem Entfernen der Abdeckung, das Gerät immer noch an dem ursprünglichen und korrekten Montageort hängt.

Installieren Sie den Rauchmelder gemäß Bedienungsanleitung des Herstellers. Ein Rauchmelder, hilft Rauch frühzeitig zu erkennen und Leben zu retten.

Wird die Decke neu tapeziert/verputzt oder der Raum vollständig saniert, kann es erforderlich sein, den Melder inklusive der Grundplatte von der Decke abzunehmen. Werden mehrere Rauchmelder gleichzeitig demontiert, sollten diese markiert werden, damit jedes einzelne Gerät wieder an seiner ursprünglichen Stelle angebracht werden kann. Das sollte immer das Ziel sein, solange sich an der eigentlichen Raumaufteilung (etwa durch Trennwände) nichts geändert hat.

Wurde die ursprüngliche Raumaufteilung verändert oder sind die alten Befestigungspunkte nicht mehr vorhanden, ist durch eine Fachkraft eine Neumontage nach den Herstellervorschriften bzw. den anerkannten Regeln der Technik erforderlich.

Befinden sich die Rauchmelder nach erfolgter Renovierung wieder an Ort und Stelle, steht nur noch die Funktionsüberprüfung im Pflichtenheft. In der Regel geschieht dies durch Betätigen der Prüftaste, die Herstellerangaben sind aber unbedingt zu beachten.

Wichtiger Hinweis für Mieter!
Zu guter Letzt: Wurden die Rauchmelder nicht vom Bewohner selbst, sondern vom Eigentümer bzw. der Eigentümergemeinschaft beschafft und eingebaut, müssen die Eigentümer bzw. Verwalter in der Regel über die Arbeiten und das vollständige Abnehmen der Melder informiert werden.

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