01.04.2026
„120 Sekunden, um zu überleben“ ist weit mehr als ein Jugendwettbewerb. Durch das Wettbewerb Format werden Jugendliche motiviert über wichtige Themen bezüglich richtiges Verhalten im Brandfall, sowie weitere Themen im Bereich Brandschutz zu lernen. Durch den Wettbewerb lernen sie nicht nur, sondern verbreiten wichtige Botschaften die Leben retten können. Sie haben einen wichtigen Beitrag geleistet, um ihr eigenes Leben sowie das Leben eurer Familie, Freunde und Mitmenschen sicherer zu machen. Denn ohne die richtigen Informationen können menschen sich in brenzlichen Situationen richtig verhalten und sicher bleiben.
Auch in diesem Jahr konnten Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 10 sowie Jugendfeuerwehren am Jugendwettbewerb „120 Sekunden, um zu überleben“ teilnehmen. Rund 630 Jugendliche aus ganz Deutschland beteiligten sich mit insgesamt 35 Projekten. Die eingereichten Beiträge waren besonders vielfältig und kreativ: Von Videos über Flyer und Lieder bis hin zu Quizzen war alles vertreten.
Die Integrierte Gesamtschule „IGS Kastellstraße“ wird mit dem ersten Platz ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Den zweiten Platz belegt die Jugendfeuerwehr Dornstetten, die sich über 2.000 Euro freuen kann. Platz drei geht an die Berufsbildende Schule für Technik 2, die mit 1.000 Euro prämiert wird. In diesem Jahr wird das St.-Theresien-Gymnasium mit dem Sonderpreis für eine herausragende Leistung ausgezeichnet, und gewinnt somit ein Preisgeld in höhe von 2.000 Euro.
Verhalten im Brandfall testen!

© IGS Kastellstraße
Mit ihrem Videoprojekt „Nachrichten brandaktuell“ sichert sich die Integrierte Gesamtschule „IGS Kastellstraße“ aus Wiesbaden den ersten Platz. Hinter dem Beitrag steht der IGSK Filmclub mit 15 Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 bis 10, die ihre Leidenschaft fürs Filmemachen verbindet. Im Team bringt jede und jeder seine eigenen Stärken ein, ob vor oder hinter der Kamera.
„Wir fanden das Thema wirklich wichtig für Jugendliche, denn die Gefahr war uns selbst nicht so bewusst”, erklärte der Filmklub. Diese Erkenntnis wurde durch intensive Recherche und die Einblicke eines Mitglieds der Freiwilligen Feuerwehr weiter vertieft.
So entstand ein Film, der informiert und zugleich unterhaltend für Jugendliche aufbereitet ist. Trotz Herausforderungen wie Ausfällen und aufwändigem Schnitt hielt das Team zusammen und setzte das Projekt erfolgreich um. Zum Abschluss präsentierte die Film-AG ihr Video vor der gesamten Schule.

© Jugendfeuerwehr Dornstetten
Die Jugendfeuerwehr Dornstetten besteht aus 38 Jugendlichen im Alter von 9 bis 18 Jahren. Am Wettbewerb nahm das Team „Dornstetten’s NEXT_GEN Firefighters“ mit 12 Jugendlichen teil. „Wir sind ein lustiger Haufen“, beschreibt die Gruppe sich selbst. Gemeinsam lernen sie voneinander und profitieren von der Erfahrung ihrer Jugendleiter.
Im Mittelpunkt des Projekts stand das richtige Verhalten im Brandfall unter der Leitfrage „Was tun, wenn’s brennt? Verhältst du dich richtig?“. Dabei beschäftigte sich das Team mit grundlegenden Regeln wie Ruhe bewahren, den Notruf korrekt absetzen und die Feuerwehr einweisen. Die Jugendlichen führen unter anderem auch Experimente durch, um das Verhalten von Feuer besser zu verstehen. Ein Highlight war die sogenannte „Fettexplosion“.
Darauf aufbauend entwickelte das Team eine Umfrage, um das Wissen in der Bevölkerung zu testen und verständlich zu erklären. Bisher haben rund 330 Personen an dem weiterhin zugänglichen Quiz teilgenommen. „Auf Grundlage der Umfrageergebnisse haben wir ein eigenes Drehbuch erstellt.“ Das entstandene Video wurde anschließend aktiv verbreitet – über Schulen, Social Media, WhatsApp und QR-Codes im Amtsblatt. Zusätzlich plant die Gruppe, den Kreisbrandmeister einzubinden, um das Video im gesamten Landkreis weiterzugeben.

© Berufsbildende Schule Technik 2
Die Berufsbildende Schule „BBS Technik 2“ reichte ihr Projekt „Brandschutz spielerisch lernen – 120Sekunden-Quiz“ ein. Die Klasse besteht aus 25 Schülerinnen und Schülern der Bildungsgänge BF1Fa und BF1Med, die gemeinsam unter dem Teamnamen „1 Farbe+Medien“ antraten.
Im Mittelpunkt stand das Ziel, Brandschutz verständlich und spielerisch zu vermitteln. Dafür setzten sich die Schülerinnen und Schüler zunächst intensiv mit den Inhalten auseinander, unter anderem durch erarbeitete Präsentationen sowie praktische Einblicke bei der Feuerwehr Speyer. Auch ein Physiklehrer mit Feuerwehr-Erfahrung brachte zusätzliche Experimente und Fachwissen ein.
Daraufhin entwickelte die Gruppe ein interaktives Quiz sowie kreative Materialien wie Zeichnungen, Fotocollagen und Quizkarten. Aus diesen Elementen entstand ein Video, das die Inhalte anschaulich zusammenfasst. Abschließend wurde das Projekt über einen QR-Code zugänglich gemacht und über schulische Kanäle sowie Social Media verbreitet, um möglichst viele Menschen zu erreichen und für das Thema Brandschutz zu sensibilisieren.

© St.-Theresien-Gymnasium
Die Klasse 9 des St.-Theresien-Gymnasiums Schönenberg mit 13 Schülerinnen reichte ihr Projekt mit dem Namen „Omi und Opi, passt gut auf Euch auf!“ ein. Unter dem Teamnamen „Die Sirenen vom STG“ entwickelte die Gruppe ein Musikvideo, das insbesondere ältere Menschen für den Brandschutz sensibilisiert. Für den Wettbewerb nahm sich das Team bewusst die ältere Generation besonders zu Herzen, unterstützt durch die Brandschutzbeauftragte der Schule.
Zu Beginn setzte sich die Gruppe intensiv mit dem Thema auseinander, sichtete Materialien aus dem Wettbewerb und nahm an einem Seniorentreffen teil. Dort erhielten die Schülerinnen wichtige Einblicke durch Vertreter der Feuerwehr sowie ergänzende Informationsmaterialien.
Die Schülerinnen entwickelten anschließend eigene Ideen zur Aufklärung, organisierte Informationsveranstaltungen und gestaltete Materialien wie feuerfeste Unterlagen und „Handyladestationen“. Ein zentraler Bestandteil war zudem ein selbst geschriebener Song, der mit eigens komponierter Musik als Video umgesetzt wurde.
Spiele unser 120 Sekunden Escape-Spiel
Rauch ist bei Wohnungsbränden die häufigste Todesursache. Schon wenige Atemzüge hochtoxischer Rauchgase können zur Bewusstlosigkeit führen. Umso wichtiger ist es, insbesondere junge Menschen frühzeitig über Gefahren und richtiges Verhalten im Brandfall zu informieren.
Ein weiterer entscheidender Faktor sind funktionierende Rauchmelder: Sie können Brände frühzeitig erkennen und warnen, bevor sich Rauch unbemerkt ausbreitet. So bleibt im Ernstfall wertvolle Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen und Hilfe zu rufen. Dennoch ist vielen nicht bewusst, wie wichtig die richtige Installation und regelmäßige Wartung von Rauchmeldern ist.
Brandschutzaufklärung vermittelt daher nicht nur theoretisches Wissen, sondern schafft auch ein Verständnis für richtiges Verhalten im Notfall, etwa Ruhe zu bewahren, Fluchtwege zu kennen und den Notruf korrektzu wählen. Dieses Wissen kann im Ernstfall Leben retten und hilft dabei, sich und andere besser zu schützen.
Was tun, wenn es brennt?
Wenn es im eigenen Zuhause brennt und der Rauchmelder alarmiert, bleiben noch 120 Sekunden, um sich in Sicherheit zu bringen. Das richtige Verhalten ist daher lebenswichtig. Laden Sie unsere kostenlose Broschüre herunter und Sie erhalten wertvolle Tipps, worauf Sie im Brandfall unbedingt achten müssen!
Mit dieser 5. Runde endet der Wettbewerb in seiner bisherigen Form. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie viel Kreativität, Engagement und Wissen die Jugendlichen einbringen und wie groß der Einfluss ihrer Projekte auf die Brandschutzaufklärung ist. Gleichzeitig markiert dieser Abschluss auch einen Neuanfang: Es ist Zeit für neue Ideen, neue Formate und weitere Möglichkeiten, junge Menschen für das Thema zu begeistern und nachhaltig zu sensibilisieren. In den kommenden Wochen freuen wir uns auf die preisverleihungen und über diese zu Berichten.
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