Rauchmelderpflicht Brandenburg – Übergangszeit endet 2020!

Rauchmelder retten Leben / Mai 21, 2020

In Brandenburg läuft die Übergangsfrist zur Ausstattung von Wohnungen oder Wohnhäusern mit Rauchmeldern spätestens zum 31.12.2020 ab. Danach müssen alle Wohnungen und Wohnhäuser mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Verantwortlich dafür ist in Brandenburg immer der Eigentümer, unabhängig davon, ob er Vermieter ist oder selbst in seinem Eigentum lebt. Die Rauchmelderpflicht in Brandenburg betrifft alle Aufenthaltsräume (außer Küchen) – also Wohn-, Arbeits-, Schlaf- sowie Kinderzimmer. Außerdem müssen Flure in der Wohnung oder im Wohnhaus, über die Rettungswege ins Treppenhaus oder ins Freie führen, ebenfalls mit Rauchmeldern ausgestattet werden.

Wer ist in Brandenburg für die Rauchmelder Montage zuständig?

Die Landesbauordnung in Brandenburg schreibt vor, dass der Eigentümer für die Installation der Rauchmelder zuständig ist. Das gilt zum einen für Eigentümer in der selbstbewohnten Eigentumswohnung oder im eigenen Einfamilienhaus. Aber auch bei vermietetem Wohnraum ist der Eigentümer als Vermieter verantwortlich, Rauchmelder zu installieren oder durch Fachkräfte installieren zu lassen. In vielen Wohneigentümergemeinschaften entscheidet die WEG, ob Installation und Wartung von einem Dienstleister durchgeführt werden sollen oder dieses die Eigentümer selbst organisieren.

Woran erkennt man die Qualität eines Rauchmelders?

Rauchmelder mit dem Qualitätszeichen „Q“ zeichnen sich aus durch den höchsten Qualitätsstandard weltweit, nachgewiesen durch eine unabhängige Zertifizierung. Diese Qualitätsmelder verfügen über eine automatische Funktionskontrolle und zeigen nicht nur den Ausfall der Batterie an, sondern auch Störungen der Rauchkammer. Rauchmelder mit dem Qualitätszeichen „Q“ sind zudem attraktiv, weil sie aufgrund ihrer robusten Bauteile und der 10-Jahresbatterie besonders langlebig sind und erheblich weniger Falschalarme produzieren.

Wartung der Rauchmelder in Brandenburg – wen trifft es?

Ob In Mietwohnungen oder im selbst genutzten Wohnraum, der Eigentümer und Vermieter ist in Brandenburg nicht nur zuständig für die Installation, sondern auch für die Wartung. Diese Funktionsprüfung hat mindestens einmal jährlich zu erfolgen, es gelten dabei die Vorgaben der Betriebsanleitung des Melders. Der Eigentümer kann die Installation und die regelmäßige Wartung auch an einen Dienstleister vertraglich übergeben, der dies für ihn übernimmt, besonders für vermieteten Wohnraum.

Sonderfälle

In der Küche müssen in Brandenburg keine Rauchmelder installiert werden. Denn durch angebratenes Essen und viel Wasserdampf beim Kochen entstehen Täuschungsalarme. ABER: Eine Rauchmelderinstallation ist dann erforderlich, wenn es sich um eine offene Küche im Wohnraum handelt oder wenn die Küche als Durchgangszimmer Teil des Fluchtweges ist. Rauchmelder mit Stummschaltung sind hier besonders empfehlenswert, da diese bei einem falschen Alarm leicht ausgeschaltet werden können und sich auch selbst wieder nach einiger Zeit reaktivieren.

Ein anderer Spezialfall sind Treppenräume in Einfamilienhäusern oder Wohnungen über mehrere Etagen, die innerhalb des Wohnraums als Fluchtweg dienen. Dort müssen dann auch Rauchmelder in jedem Stockwerk installiert werden. Diese „internen“ Treppenräume sind nicht zu verwechseln mit Treppenhäusern bei Mehrfamilienhäusern, dort sind keine Rauchmelder vorgesehen.

Rauchmelderpflicht in Brandenburg – seit wann?

Die Ausstattungspflicht mit Rauchmeldern gilt im Bundesland Brandenburg für Neu- und Umbauten bereits seit 01.07.2016. Auch für Bestandsbauten gilt seitdem die Rauchmelderpflicht, allerdings mit einer Übergangsfrist bis Silvester 2020.

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