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Rauchmelderpflicht Berlin 2021: kein Aufschub mehr!

Rauchmelder retten Leben / September 1, 2021

Als Eigentümer in Berlin mussten Sie bis 2021 Ihre Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet haben. Die mehrjährige Übergangsfrist ist abgelaufen und auch die Corona-bedingte Karenzzeit zum Jahreswechel 2020/2021 gilt nicht mehr. Die Verpflichtung  zur Installation von Rauchmeldern gilt unabhängig davon, ob Sie Vermieter sind oder selbst in Ihrer Eigentumswohnung oder Ihrem Eigenheim leben. Die Rauchmelderpflicht in Berlin gilt für alle Aufenthaltsräume (Küchen ausgenommen), das heißt Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer, sowie für Flure, über die Rettungswege ins Treppenhaus oder ins Freie führen.

Sonderfall Küche bei der Rauchmeldermontage in Berlin

Küchen sind auch in Berlin normalerweise von der Installation für Rauchmelder ausgenommen, da dort die Gefahr von Falschalarmen durch Wasserdampf und scharf angebratenes Essen beim Kochen groß ist. Ist die Küche aber ein Durchgangsraum – und damit ein Fluchtweg – oder eine offene Küche im Wohnraum, muss auch hier ein Rauchmelder installiert werden. Empfehlenswert ist dabei ein Rauchmelder mit Stummschaltung, der bei einem Täuschungslarm ausgeschaltet werden kann und sich selbst zurücksetzt, um danach wieder voll einsatzfähig zu sein.

Sonderfall Treppenhaus

Die Rauchmelderpflicht bezieht sich in Berliner Mehrfamilienhäusern nicht auf die Treppenhäuser. Nur in Einfamilienhäusern oder Wohnungen über mehrere Etagen mit einem Treppenraum zwischen den Etagen muss ein Rauchmelder in jedem Stockwerk des Treppenraumes installiert werden.

Wer trägt in Berlin die Kosten für die Installation der Rauchmelder?

Laut Berliner Landesbauordnung ist der Eigentümer für die Installation der Rauchmelder zuständig. Das bedeutet, dass nicht nur bei vermieteten Wohnungen oder Häusern der Eigentümer (=Vermieter) dafür sorgen muss, dass Rauchmelder installiert werden, sondern auch im selbst genutzten Wohnraum ist der Eigentümer selbst gesetzlich verpflichtet Rauchmelder zu installieren.

Worauf sollte man beim Kauf eines Rauchmelders achten?

Achten Sie auf Rauchmelder mit dem Qualitätszeichen „Q“. Dieses ist ein europaweiter Qualitätsstandard mit einer unabhängigen Zertifizierung. Q-Rauchmelder sind besonders sicher durch eine automatische Funktionskontrolle. Diese Melder zeigen dabei nicht nur den Ausfall der Batterie an, wie bei herkömmlichen Modellen, sondern melden auch Störungen der Rauchkammer & Co. Q-Rauchmelder verursachen zudem deutlich weniger Falschalarme und sind besonders langlebig aufgrund ihrer hochwertigen Bauteile und der 10-Jahresbatterie.

Wer ist in Berlin zuständig für die Wartung der Rauchmelder

Anders als in den meisten anderen Bundesländern ist in Berlin bei Mietwohnungen der Mieter für die jährliche Überprüfung der Melder zuständig – falls der Vermieter dies nicht freiwillig übernimmt, um seiner Verkehrssicherheitspflicht nachzukommen. In der selbst genutzten Eigentumswohnung oder dem Eigenheim ist der Eigentümer selbst zuständig.

Seit wann gilt die Rauchmelderpflicht in Berlin?

In Neubauten und bei Grundsanierungen und Umbauten müssen Rauchmelder in Berlin bereits seit dem 01.01.2017 eingebaut werden. Für die vor 2017 gebauten Wohnungen und Wohnhäuser galt noch eine Übergangsfrist, diese endete jedoch am 31.12.2020. Seit 2021 müssen gesetzlich alle Wohnräume in Berlin mit Rauchmeldern ausgestattet sein.

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