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Rauchmelder Test der Stiftung Warentest
Beratung

Rauchmelder Test der Stiftung Warentest

Rauchmelder retten Leben / Februar 1, 2018

Mittlerweile ist eine stattliche Anzahl an unterschiedlichen Rauchmeldern auf dem Markt. Als Verbraucher kann man da schon mal schnell den Überblick verlieren. Die Stiftung Warentest veröffentlichte nun einen weiteren, aktuellen Rauchmelder Test (01/2018)

Getestet wurden insgesamt 17 aktuelle Rauchmelder mit 10-jahres Lithium-Langzeitbatterie. Die Testkriterien waren dabei:

  • Zuverlässigkeit des Alarms 
  • Handhabung
  • Lautstärke des Alarms
  • Robustheit
  • Deklaration

Neben klassischen Rauchmeldern (Stand-Alone-Melder), befinden sich auch Funkrauchmelder und Smart-Home-Rauchmelder sowie kleine unauffällige Mini-Rauchmelder mit einem Durchmesser von unter 7,2 Zentimetern unter den getesteten Rauchmeldern. Das Preisspektrum dieser 17 getesteten Geräte liegt bei 18,90 Euro für Stand-Alone-Melder bzw. bis 94 Euro für funkvernetze Rauchmelder.

Die Prüfer listen in ihrer Tabelle zudem zwanzig Geräte aus den beiden Vorgängertests (01/2016 und 03/2016) auf, die laut Hersteller immer noch unverändert auf dem Markt erhältlich sind. Melder, die mit handelsüblichen Alkali-Batterien betrieben werden, hat die Stiftung Warentest nicht getestet. Tester raten grundsätzlich von diesen Meldern ab: „Auf solche Rauchmelder sollten Verbraucher verzichten. Da die Batterien häufig gewechselt werden müssen, ist die Ersparnis klein. Sie steht in keinem Verhältnis zum Aufwand für das Wechseln der 9-Volt-Batterien sowie zum Unfallrisiko beim Leiterklettern”, so Test-Experte Hans-Peter Brix. 

“Q”-Rauchmelder überzeugen Stiftung Warentest

Besonders erfreulich: Alle mit “GUT” ausgezeichneten Rauchmelder verfügen über das Qualitätszeichen “Q”. Die 11 von 17 mit “GUT” bewerteten Rauchmelder wurden sowohl durch den aktuellen Test, als auch durch die beiden vorherigen Tests ermittelt. Rauchmelder mit dem “Q” besitzen eine Lithium-Langzeitbatterie mit mindestens zehn Jahre Lebensdauer. Die Batterie ist bei diesen Rauchmeldern fest verbaut. Das oft umständliche Auswechseln der Batterie ist damit überflüssig, der Wartungsaufwand für Mieter und Vermieter wesentlich niedriger. 

Darüber hinaus verfügen “Q”-Rauchmelder über ein besonders stabiles Gehäuse und sind zudem besser gegen das Eindringen von Fremdkörpern in die Rauchkammer geschützt. Beides reduziert die Anfälligkeit für Fehlalarme gegenüber herkömmlichen Rauchmeldern erheblich. Die mit “Q” ausgezeichneten Rauchmelder werden sowohl von Brandschutzexperten als auch der Feuerwehr empfohlen.  

Dienstleister sorgen für eine fachgerechte Installation des Rauchmelders

Mini-Rauchmelder im Test: Nur ein Gerät mit “GUT” bewertet

Mini-Rauchmelder sind kleine, unauffällige Rauchmelder mit einem Durchmesser von unter 7,2 Zentimeter, auf die meist aus ästhetischen Gründen zurückgegriffen wird. Zwar melden die getesteten Mini-Rauchmelder zuverlässig Brände – doch schneiden die dezenten Melder wegen der teils umständlichen Handhabung nur mit “BEFRIEDIGEND” ab. Lediglich ein Gerät kann die Prüfer zum Testurteil “GUT” überzeugen. Der günstigste Mini-Rauchmelder ist für ca. 22 Euro erhältlich. 

Funkrauchmelder im Test: Geräte aus dem Vorgängertest empfohlen

Bei Häusern oder größeren Wohnungen – besonders bei Maisonette-Wohnungen – ist es vorteilhaft, auf funkvernetzte Rauchmelder zu setzen. Solche Funkrauchmelder warnen Bewohner im Brandfall rechtzeitig, ganz gleich in welchem Raum sie sich im Alarmfall aufhalten. Der einzige Funkrauchmelder im aktuellen Test 01/2018 fällt durch: “Er schlug bei dichtem Rauch gar nicht oder viel zu spät an”, so die Stiftung Warentest. Die Prüfer verweisen auf drei gute Funkrauchmelder aus den Vorgängertests des Jahres 2016. Diese reagierten deutlich schneller und sind ab ca. 65 Euro erhältlich. 

Smart-Home-Rauchmelder im Test 

Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich smarte Rauchmelder, sogenannte Smart-Home-Rauchmelder, die mit einer Smart-Home-Zentrale oder dem Smartphone vernetzt werden. Solche Melder übertragen im Brandfall den Alarm auch ans Smartphone weiter und schalten automatisch das Licht in den Wohn- und Schlafräumen an. Sinnvoll sind solche Systeme vor allem für diejenigen, die bereits über ein Smart-Home-System verfügen. Denn man benötigt eine Smart-Home-Zentrale des jeweiligen Herstellers, um die intelligenten Rauchmelder beispielsweise mit einem Smartphone zu vernetzen. 

“Problematisch bei Smart-Home-Rauchmeldern ist, dass diese rund um die Uhr online sind und der Batterie Leistung entzieht. Das wirkt sich negativ auf die Lebenszeit der Batterie aus und widerspricht dem Sicherheitsgedanken einer 10-Jahres Langzeitbatterie, wie sie das Qualitätszeichen “Q” vorsieht. Umso erfreulicher ist es, der getestete und mit “GUT” bewertete Smart-Home-Rauchmelder von darüber hinaus mit dem anerkannten Q-Label zertifiziert ist.

Fazit: Setzen Sie auf gute Rauchmelder mit “Q”-Siegel 

Gute Rauchmelder mit Lithium-Langzeitbatterie und “Q”-Siegel gibt es als Stand-Alone-Lösung schon ab 20 Euro. Etliche gute Stand-Alone-Melder aus den letzten beiden Tests sind noch erhältlich. Mini-Rauchmelder sind deutlich kleiner, aber fast genauso gut wie die Großen – können aber in der Handhabung Probleme bereiten. Bei Funkrauchmeldern sollte man sich besser auf die drei guten Modelle aus den Vorgängertests orientieren. Smart-Home-Rauchmelder machen nur dann Sinn, wenn die Geräte über eine Smart-Home-Zentrale angebunden werden, was mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Bei diesen Geräten ist zudem Vorsicht geboten, was die Batterie-Lebensdauer betrifft, da die WLAN-Funktion der Smart-Home-Rauchmelder der Batterie zusätzlich Energie entzieht. 

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