Fehlalarm bei Rauchmeldern

RAUCHMELDER FEHLALARM

Rauchmelder-Falschalarme

Immer wieder kommt es vor, dass Rauchmelder Alarm auslösen, ohne dass es tatsächlich brennt. Besorgte Nachbarn fragen sich, wenn ich die 112 wähle und die Feuerwehr umsonst mit einem Löschzug anrückt, kann es dann teuer werden?

Oft retten gerade Nachbarn das Leben vor allem von älteren, alleinlebenden Menschen, wenn Sie z. B. den Rauchmelderalarm aus der Nachbarwohnung rechtzeitig der Feuerwehr melden. Es hilft der Feuerwehr aber, wenn der Nachbar vorher schon mal geklingelt und sogar durch das Fenster geschaut hat, ob Rauch wahzunehmen ist. Fälle, in denen ein Bewohner oder Nachbar den Batteriewarnton des Rauchmelders oder das Piepen eines Weckers als Alarmton interpretiert, ein sogenanntes Störsignal, kommen übrigens laut Experten bei unter 1% der Einsätze vor.

Solange die Feuerwehr nicht böswillig alarmiert wird, ist der Einsatz kostenlos

Grundsätzlich gilt: Bei einem Anruf bei der Feuerwehr über die 112 wegen eine vermuteten Brandquelle entstehen durch den Einsatz, auch wenn dieser umsonst war, keine Kosten. Ob Sie bereits Feuer oder Rauch sehen oder einen Rauchmelder hören, spielt dabei keine Rolle. Grundsätzlich gilt: Lieber vorsichtshalber einmal mehr die Feuerwehr alarmieren als im entscheidenden Moment keine Hilfe holen. Nur bei einem sogenannten “Böswilligen Alarm” werden die Kosten der Feuerwehr dem Verursacher in Rechnung gestellt. Dazu gehört z.B. das mutwillige Betätigen eines Handfeuermelders, obwohl keinerlei Verdacht auf einen Brand vorliegt, oder sogenannte Spaßanrufe bei der Feuerwehr.
Es gibt zudem sogenannte Fehlfahrten: Die Feuerwehr fährt zu einem Brand, den besorgte Bewohner in ihrer Wohnung gemeldet haben, den sie aber dank der frühzeitigen Alarmierung durch den Rauchmelder bereits vor Eintreffen der Feuerwehr selbst löschen konnten. Die Feuerwehr kontrolliert dann die Brandstelle, ob nicht noch Glutnester später den Brand wieder entfachen können. Auch hier werden den Bewohnern keine Kosten in Rechnung gestellt, denn sie haben ja alles richtig gemacht.

Wie kommt es zum Falschalarm?

Experten unterscheiden zwei wesentliche Arten eines Falschalarm bei Rauchmeldern: den Täuschungsalarm und den Fehlalarm.

  • Beim sogenannten Täuschungsalarm löst der Rauchmelder Alarm aus, wenn Staub, Fremdkörper (z.B. Insekten) oder Wasserdampf in die empfindliche Messkammer gelangen. Da auch Staub und Wasserdampf das Licht der Infrarot-Diode im Innern der Messkammer streuen und ein Rauchmelder keinen Unterschied zum Brandrauch erkennen kann, wird Alarm ausgelöst. In Räumen wie Küche und Bad eignen sich daher Wärmemelder besser. Diese reagieren, wie der Name schon sagt, auf plötzliche Temperaturwechsel. Für die Küche eignet sich als Ergänzung außerdem ein Herdalarm oder Herdwächter.
  • Beim Fehlalarm löst der Rauchmelder Alarm aus, wenn die Messtechnik des Melders fehlerhaft ist. So kann der Ausfall von empfindlichen Gerätekomponenten oder eine beeinträchtigte Funktion zu einem Fehlalarm des Rauchmelders führen. Wichtig: Defekte Rauchmelder sollten Sie immer gegen einen neuen Melder austauschen. Minimieren Sie außerdem das Risiko von Fehlalarmen, indem Sie beim Kauf von Rauchmeldern auf das Qualitätszeichen “Q” achten.

Warum vermindern “Q”-Rauchmelder Falschalarme?

Das “Q” ist ein unabhängiges Qualitätszeichen für hochwertige Rauchmelder mit geprüfter 10-Jahres-Langlebigkeit und mehr Sicherheit vor Täuschungs- und Fehlalarmen. Rauchmelder mit dem “Q” zeichnen sich durch eine fest verbaute 10-Jahres-Langzeitbatterie, eine verbesserte Elektronik und erhöhte Stabilität der Gerätekomponenten sowie einen verstärkten Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Staub aus. So werden Fehlalarme weitestgehend verhindert und Täuschungsalarme wesentlich reduziert. 

Rauchmelder prüfen – so geht’s in 5 Schritten 3

Rauchmelder mit Q gibt es in gut sortierten Baumärkten, im Elektronik-Fachhandel sowie online zu kaufen.

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WELCHER RAUCHMELDER

Rauchmelder pflegen und Fehlalarme verhindern

Auch die kleinen Lebensretter brauchen hin und wieder unsere Hilfe. Sofern Ihre Melder nicht bereits über einen Wartungsvertrag durch einen Dienstleister überprüft werden, pflegen und prüfen Sie Rauchmelder regelmäßig, mindestens jedoch alle zwölf Monate nach den Angaben des Herstellers.

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