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Recht & Wissen

Photoelektrischer Rauchmelder

Rauchmelder retten Leben / Dezember 11, 2017

Noch immer fordern Wohnungsbrände jedes Jahr zahlreiche Opfer. Mittlerweile gilt in allen Bundesländern in Deutschland eine Rauchmelderpflicht. Rauchmelder retten Leben, indem sie Brandrauch detektieren und Alarm schlagen. So gewinnen Bewohner von Wohnungen und Häusern kostbare Zeit, um sich aus den brennenden Gebäuden in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu verständigen. 

Die vorgeschriebenen Rauchmelder, laut Norm und in den Bauordnungen „Rauchwarnmelder“ genannt, sind sogenannte optische oder photoelektrische Rauchmelder. Sie arbeiten nach dem Streulichtverfahren und eignen sich besonders gut zum frühzeitigen Erkennen von Schwelbränden, ohne jedoch bereits bei leichtem Rauch, wie beispielsweise Zigarettenrauch, auszulösen. 

Wie funktionieren Rauchmelder?

Die ersten photoelektrischen Rauchmelder, wie wir sie heute kennen, wurden erst Anfang der 60er-Jahre entwickelt. In der optischen Kammer des Rauchmelders befinden sich eine Infrarot-Leuchtdiode und ein lichtempfindlicher Sensor, eine sogenannte Photodiode. Die Infrarot-LED sendet kontinuierlich einen Lichtstrahl aus, der für das menschliche Auge nicht sichtbar und so ausgerichtet ist, dass er nicht direkt auf den lichtempfindlichen Sensor trifft. 

Befinden sich nun Rauchpartikel in der Luft und dringen in die optische Kammer des Melders ein, wird der ausgesandte Infrarot-Lichtstrahl der LED durch die Rauchpartikel gestreut also abgelenkt. Fällt genügend Infrarot-Streulicht auf die lichtempfindliche Photodiode,  schlägt der Rauchmelder Alarm. 

Photoelektrischer Rauchmelder – was passiert bei einem Fehlalarm 

Im Vergleich zu anderen Arten von Rauchmeldern, wie beispielsweise Ionisationsrauchmeldern (in Deutschland jedoch aufgrund ihrer Radioaktivität für Privathaushalte verboten), können photoelektrische Rauchmelder aufgrund ihrer Bauart jedoch unter bestimmten Umständen Falschalarme auslösen. 

  • Kochdämpfe in der Küche bzw. Wasserdampf im Bad können in die optische Kammer des photoelektrischen Rauchmelders eindringen und einen Täuschungsalarm auslösen. Daher sind Küchen und Bäder von der Rauchmelderpflicht ausgeschlossen. Für Küchen, wo relativ schnell etwas anbrennt, empfehlen sich Rauchmelder mit Stummschaltung. 
  • In das Innere des Rauchmelders eindringende Insekten können ebenfalls zu einem Fehlalarm führen, wenn diese das Licht der Infrarot-LED streuen und dieses auf den lichtempfindlichen Sensor trifft. Aus diesem Grund sind hochwertige photoelektrische Rauchmelder mit einem sehr feinmaschigen Insektengitter ausgestattet. 
  • Bauarbeiten wie Säge-, Schleif- sowie Schweiß und Lötarbeiten verunreinigen die Luft, deren Partikel von den Sensoren des optischen Rauchmelders falsch interpretiert wird. Dies führt oft ebenfalls zu einem Täuschungsalarm. Daher sind bei einer Renovierung oder einem Umbau der Wohnung bzw. des Hauses die Rauchmelder unbedingt abzunehmen und staubgeschützt aufzubewahren. Die Wieder-Installation nach der Renovierung aber nicht vergessen! In Werk- und Hobbyräumen mit hoher Staubbelastung sind daher auch keine Rauchmelder zu installieren. 

Auf “Q” wie Qualität achten 

Wer auf zertifizierte Rauchmelder mit dem Qualitätszeichen “Q” achtet, profitiert nicht nur von einer ausgezeichneter Qualität, sondern muss sich auch um den Austausch der Batterie keine Gedanken mehr machen. Denn solche Rauchmelder zeichnen sich nicht nur durch einen verstärkten Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern wie Insekten und Staub aus – sie besitzen zudem ab Werk eine fest eingebaute 10-Jahres-Batterie. Dank hochwertiger Elektronik und einer verbesserten Stabilität der Gerätekomponenten sind Q-Rauchmelder über einen Zeitraum von zehn Jahren weniger anfällig für Fehlalarme. Qualität, die sich auszahlt.  

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