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Ionisationsrauchmelder
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Ionisationsrauchmelder

Rauchmelder retten Leben / Juni 28, 2019

In Privathaushalten sind Ionisationsrauchmelder deutschlandweit verboten und in der Industrie nur unter strengen Auflagen zugelassen. Der Grund: ihr radioaktives Innenleben.

Wie funktionieren Ionisationsrauchmelder? Im Inneren der Ionisationsrauchmelder befinden sich zwei Metallplatten und zwischen ihnen ein Element, das schwach radioaktiv strahlt. Dieses Element verströmt Alpha- und Betastrahlen, die zwischen den Metallplatten Ionenverbindungen und somit elektrischen Strom erzeugen. Dringt nun Rauch in dieses Set ein, so verringert sich der Stromfluss im Ionisationsrauchmelder – weil sich einige der Ionenverbindungen durch elektrostatische Anziehung an den Rauch binden. In diesem Fall schlägt der Ionisationsrauchmelder sofort Alarm.

Einbau, Ausbau und Entsorgung von Ionisationsrauchmeldern

Ionisationsrauchmelder unterliegen europaweit der Gefahrenschutzverordnung, eben weil sie aus einem leicht radioaktiven Bauteil bestehen. Aus diesem Grund sind sie gemäß der Strahlenschutzverordnung zu entsorgen. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass Rauchmelder – ohne Einschränkung auf bestimmte Typen – in der Liste mit Elektro- und Elektronikgeräten, die unter die Gerätekategorien des § 2 Abs. 1 ElektroG fallen, genannt sind. Folglich sind auch Ionisationsrauchmelder als Elektrogerät anzusehen und einem zertifiziertem ElektroG-Erstbehandler zu übergeben.

Der Einbau von Ionisationsrauchmelder ist deutschlandweit nur Industrie-Unternehmen erlaubt und bedarf einer Extra-Genehmigung. Der Ausbau ist ebenfalls genehmigungspflichtig – und kann notwendig sein, wenn z. B. Rauchmeldersysteme gewechselt oder Gebäude rückgebaut werden oder wenn eine Brandstelle bereinigt werden muss.

Der menschliche Körper und Ionisationsrauchmelder

Auch wenn Ionisationsrauchmelder eine radioaktive Substanz beinhalten: Sie stellen keine Gefahr für den menschlichen Körper da, da sie nicht nach außen strahlen. Allerdings darf die radioaktive Substanz nicht in den Körper gelangen, etwa durch Wunden oder Nahrungsaufnahme. Das Rauchmelder-Gehäuse darf also nicht beschädigt werden.

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