MENU
PRESSEMITTEILUNGEN

Kinder gezielt auf den Brandfall vorbereiten

Berlin, 18. Mai 2017 – Rauchmelder retten Leben, aber sie ersetzen nicht die gesetzliche Aufsichtspflicht der Eltern und sind auch keine Babysitter. Zudem haben Studien ergeben, dass Alarmtöne von Rauchmeldern schlafende Kinder oft nicht wecken. Daher sollten insbesondere nachts Kinder auf keinen Fall allein zu Hause bleiben. Institutionen wie die Floriansdörfer Aachen und KiEZ Frauensee trainieren außerdem mit Vorschulkindern u. a. richtiges Verhalten in Notsituationen und den richtigen Umgang mit Feuer. Sie empfehlen, Kindern ab fünf Jahren den Alarmton des Rauchmelders zu Hause, in der Kita und später in der Schule regelmäßig vorzuführen. Die Kinder können sich so den Ton besser einprägen und zuordnen.

Den Ernstfall üben – eine Handlungsanleitung für Eltern

Eltern sollten mit ihrem Kind über die Gefahr von Bränden sprechen und genau erklären, wie es sich im Ernstfall verhalten soll. So vermeiden sie, dass das Kind in Panik gerät und sich beispielsweise im Schrank versteckt, wenn es tatsächlich einmal brennt. Wichtig ist auch, dem Kind die Alarmtöne der Rauchmelder vorzuspielen und dabei konkrete Handlungsanweisungen zu geben. Nur so weiß das Kind, wie es sich verhalten muss, wenn der Alarmton ertönt. Ist das Kinderzimmer zu weit entfernt vom Elternschlafzimmer oder auf einer anderen Etage, sollten funkvernetzte Melder installiert werden.

Wichtige Regeln für Kinder im Brandfall:

  • Nicht aus Angst verstecken.
  • Die Eltern wecken, falls diese, was selten vorkommt, von dem Alarmton nicht wach geworden sind.
  • Bei Rauch möglichst nah am Boden bewegen, denn Rauch steigt nach oben.
  • Sind die Eltern nicht zu Hause, aus der brennenden Wohnung auf die Straße oder zum Nachbarn gehen – aber nur, wenn der Flur und das Treppenhaus nicht verraucht sind. Niemals in den Rauch laufen!
  • Die Telefonnummer 112 wählen und die Feuerwehr über den Brand
  • Auf keinen Fall einen Aufzug benutzen, da er steckenbleiben kann.
  • Ist der Fluchtweg/die Treppe verraucht, in der Wohnung bleiben oder in einen rauchfreien Bereich flüchten, Tür schließen und sich am Fenster bemerkbar machen.
  • Nicht aus dem Fenster springen, sondern auf die Feuerwehr warten, diese rettet sicher über das Fenster.

Ausweitung der Brandschutzerziehung in der Schule dringend erforderlich

Damit Kinder im Ernstfall richtig reagieren, sollten sie auch in der Vorschule und Schule gezielt auf Brände vorbereitet werden. Die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ setzt sich daher für eine Ausweitung der Brandschutzerziehung ein. Außerdem ist die Ausbildung der ErzieherInnen und LehrerInnen zur Brandschutzerziehung zu fördern.

Quelle: 
Die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ in Zusammenarbeit mit dem Gemeinsamen Ausschuss Brandschutzaufklärung und -erziehung von DFV und vfdb.

Zu dieser Pressemitteilung steht folgendes Mediamaterial für Sie zur Verfügung:

Presseartikel


Bildrechte Nutzungshinweis

Pressekontakt

Ansprechpartnerin:
Frau Claudia Groetschel
Tel.: 030/44 02 01 30
E-Mail: redaktion@rauchmelder-lebensretter.de