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So erkennt man einen zuverlässigen Rauchmelder 1
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So erkennt man einen zuverlässigen Rauchmelder

Rauchmelder retten Leben / Februar 20, 2018

Die Gefahr kommt schleichend auf leisen Sohlen. Die meisten Brände ereignen sich mitten in der Nacht zwischen 23 und 7 Uhr, wenn wir tief und fest schlafen. Unser Geruchssinn ist in diesem Zustand “ausgeschaltet”. Wer im Schlaf überrascht wird, erleidet bereits nach wenigen Atemzügen eine gefährliche oder lebensbedrohliche Brandrauchvergiftung. Eine rechtzeitige Warnung durch einen Rauchmelder rettet Leben.

Rauchmelder sind in Deutschland Pflicht. Erhältlich sind die kleinen Lebensretter in Fach- und Baumärkten, online und gelegentlich sogar beim Discounter. Es gibt sie in zahlreichen Variationen und Ausführungen. Doch wie findet man einen guten Rauchmelder? Und worauf muss man achten, wenn man einen Rauchmelder kaufen möchte, der im Brandfall zuverlässig warnt, aber keine Falschalarme auslöst?

Rauchmelder Test beim Hessischen Rundfunks

Eine Sendung des Hessischen Rundfunks am 6. Dezember 2017 rückte diese Fragen in den Fokus. In einem spannenden Rauchmelder Test im professionellen Testlabor – gemeinsam mit dem Brandschutzexperten Norbert Schaaf des Forums Brandrauchprävention – wurde schnell deutlich, welche Rauchmelder im Brandfall rechtzeitig reagieren und eine gute Qualität aufweisen. Auf ihre Qualität und Zuverlässigkeit geprüft wurden jeweils vier herkömmliche Melder aus dem Baumarkt für rund acht bis zwölf Euro sowie vier hochwertige Rauchmelder mit dem “Q” für rund 25 Euro, die im Baumarkt und im Fachgeschäft erhältlich sind. 

Auffällig dabei: Einige Modelle, die lediglich mit dem herkömmlichen CE-Zeichen zur Erfüllung der Mindeststandards gelabelt sind, lösten entweder zu spät Alarm oder zu früh aus. Ein zu spät ausgelöster Alarm kann lebensgefährlich sein, da so die Wohnung oder das Haus nicht rechtzeitig verlassen werden kann. Denn im Schnitt bleiben nur etwa vier Minuten nach Ausbruch des Feuers, um sich in Sicherheit zu bringen – eine Zeitspanne, die viele unterschätzen. Ein Melder, der zu früh auslöst, tendiert hingegen zu Fehlalarmen.

Norbert Schaaf, stellvertretender Vorsitzender des Forums Brandrauchprävention, gab im TV-Beitrag des Hessischen Rundfunks anschließend Experten-Tipps, auf die man achten sollte, wenn man einen Rauchmelder kaufen möchte. 

Norbert Schaaf Stellvertretender Vorsitzender des Forums Brandrauchprävention e.V. Forums _Rauchmelder retten Leben

Experten setzen auf Rauchmelder mit Q-Label

Der Experte rät, auf Rauchmelder mit dem Q-Label zu achten. Denn diese erfüllen Anforderungen, die deutlich über denen liegen, die von der Standardnorm vorausgesetzt werden. So verfügen Melder mit dem Q-Label über eine hochwertige Hardware und intelligente Analyse-Software, sowie eine fest verbaute 10-Jahres-Lithiumbatterie. 

Zudem ist bei  solchen Melder die Rauchkammer durch ein engmaschiges Netz vor dem Eindringen von Insekten und Schmutz geschützt. Diese Qualitätsfaktoren erhöhen die Zuverlässigkeit von Rauchmeldern und verringern die Anfälligkeit zu Fehlalarmen. “Die teuren Rauchmelder haben prinzipiell eine bessere Elektronik”, so Experte Norbert Schaaf. 

Rauchmelder mit Q-Label im Betrieb günstiger

Auch wenn die Qualitätsrauchmelder in der Anschaffung teurer sind als herkömmliche Melder ohne Q-Label, bei einer Betriebslaufzeit von zehn Jahren würden sich die Kosten für die hochwertigeren Rauchmelder mit Q-Label amortisieren. Norbert Schaaf erläutert: “Bei den günstigen muss ich einmal pro Jahr die Batterie tauschen, so dass ich zehn Batterien nach zehn Jahren habe. Bei den “teuren”, den Qualitätsrauchmeldern, habe ich eine Batterie, die zehn Jahre hält, was auch aus Umweltschutz-Gedanken natürlich deutlich besser ist.”

Der Experte warnt zudem vor Rauchmeldern aus Billigproduktion:  “Ich kann nur dringend empfehlen: Kaufen Sie den Rauchmelder beim Hersteller, der seriös ist. Die Q-Label-Hersteller sind seriös”, so Schaaf. 

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