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URSACHEN UND PRÄVENTION

Brände vorbeugen und sich schützen

Im Brandfall kann einem vieles im Wege stehen – vor allem das Alter. Lesen Sie hier, warum Senioren so oft von Bränden betroffen sind und was Sie und Ihre Angehörigen vorbeugend für einen besseren Schutz tun können.

Warum Senioren überdurchschnittlich oft von Bränden betroffen sind:

Die Sinneswahrnehmungen im Alter nehmen ab. Und wer schlechter hört, sieht und riecht, nimmt Gefahren später wahr, wie z.B. den angebrannten Topf auf dem Herd.

Die Reaktionszeiten werden mit zunehmendem Alter länger. Senioren können auf Gefahren nicht mehr so rasch reagieren und sich beispielsweise schnell in Sicherheit bringen.

Heizdecken, alte elektrische Leitungen und elektrische Geräte mit beschädigten Kabeln sind eine klassische Gefahrenquelle. Aber auch Herd, Bügeleisen und Wasserkocher, die sich nicht selbst abschalten, können Brände verursachen.

Durch eingeschränkte Mobilität können ältere Menschen nicht so schnell flüchten – vor allem nachts ist das ein Problem.

Was Senioren und deren Angehörige präventiv tun können

Machen Sie den Wohnungs-Check: Teil Zwei unserer Risiko-Checkliste hilft Ihnen dabei, Gefahrenquellen in der Wohnung zu erkennen.

Installieren Sie Rauchmelder. Statten Sie am besten alle Räume außer Küche und Bad aus, um in jedem Raum gleichermaßen geschützt zu sein. Rauchmelder müssen regelmäßig geprüft werden, Angehörige sollten das idealerweise für die Senioren übernehmen.

Ersetzen Sie veraltete Haushaltsgeräte durch moderne elektrische Geräte, wie z.B. sich selbst abschaltende Bügeleisen oder Gasherde, bei denen das Gas nicht unkontrolliert ausströmen kann. Tauschen Sie unbedingt geflickte und defekte Kabel aus!

Machen Sie einen Testlauf: Bringen Sie sich das richtige Verhalten im Brandfall in Erinnerung. Ist das Telefon auch nachts griffbereit? Ist die Rufnummer der Feuerwehr im Kurzwahlspeicher hinterlegt? Stehen Gehhilfen in Bettnähe und sind nachts schnell erreichbar? Sind die Fluchtwege frei von Stolperfallen?

Zeit für einen E-Check! Lassen Sie Ihre Wohnung von einem Elektriker überprüfen – 33 % der Brände in Deutschland sind auf elektrische Defekte zurückzuführen!

Rauchmelder für alle Fälle

Achten Sie bei der Auswahl des Rauchmelders auf die Wahrnehmbarkeit des Signals, ggf. eine Vernetzung oder Aufschaltmöglichkeit, wie z.B. auf den Hausnotruf. Für Schwerhörige gibt es entsprechende Geräte für Hörgeschädigte mit zusätzlichem Vibrations-Alarm und Lichtsignalen. Auch funkvernetzte Rauchmelder liefern dank der Alarmweiterleitung einen wichtigen Zeitvorsprung, um sich in Sicherheit zu bringen.

Wenn Angehörige im selben Haus wohnen, empfehlen sich vernetzte Rauchmelder ebenfalls. So kann den Senioren gerade bei körperlichen Einschränkungen schnell geholfen werden, im Brandfall die Wohnung zu verlassen. Auch andere Konzepte der Alarmweiterleitung sind zu überprüfen.

Falls für die Wartung der Rauchmelder nicht der Vermieter zuständig ist, sollten Angehörige Senioren dabei helfen, die Geräte mindestens einmal jährlich bzw. gemäß Betriebsanleitung zu warten und gegebenenfalls die Batterie zu wechseln.

 

Gerade für ältere Menschen sind Rauchmelder mit einer langen Batterie-Lebensdauer und reduzierter Anfälligkeit für Fehlalarm wie Rauchmelder mit dem Qualitätszeichen „Q“ zu empfehlen, denn ein plötzlich auftretendes Batteriesignal kann irritierend und verunsichernd wirken.

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Weiterführende Themen:

Senioren gehören zur Risikogruppe Nr. 1.

Die Rauchmelderpflicht gilt in allen 16 Bundesländern.

Schlägt ein Rauchmelder Alarm, schlagen alle Alarm – das ist das Prinzip der Funkrauchmelder.

Qualitätsrauchmelder erkennt man an bestimmen Gütezeichen. Achten Sie beim Kauf auf das Qualitätszeichen.