Rauchmelder Wartung – wer ist dafür verantwortlich?

Rauchmelder retten Leben / Februar 27, 2020

Gute Nachrichten für alle Mieter: Sie sind nicht dafür verantwortlich, Rauchmelder zu installieren. Diese Aufgabe liegt in allen Bundesländern beim Eigentümer der Wohnung, also Ihrem Vermieter. Aber: Sind Sie als Mieter trotzdem für die regelmäßige Überprüfung und Wartung des Rauchmelders zuständig?

Die Antwort hängt davon ab, in welchem Bundesland Sie leben. In neun von 16 Bundesländern sind Sie selbst in der Pflicht, Ihre Rauchmelder zu überprüfen. In den übrigen sieben Bundesländern muss sich der Vermieter um die Wartung kümmern. Anders bei Eigentümern: Leben Sie als Eigentümer im eigenen Haus bzw. in der eigenen Wohnung, müssen Sie das Gerät natürlich selbst installieren und warten. 

Sollte der Vermieter die Wartungspflicht auf Sie übertragen wollen, muss er mit Ihnen einen einvernehmlichen Vertrag schließen. Erst, wenn Sie diesen unterzeichnen, übernehmen Sie diese Pflicht. 

Generell gilt, dass alle vom Vermieter eingebauten Geräte auch von ihm instand gehalten werden müssen, gemäß der sogenannten Verkehrssicherheitspflicht. Dazu gehört zum Beispiel der Herd in der vermieteten Wohnung oder auch der Rauchmelder. 

Wie überprüfe ich einen Rauchmelder?

Wichtig ist, dass Sie den Rauchmelder mindestens alle 12 Monate überprüfen, einige Hersteller legen auch kürzere Intervalle fest. Beachten Sie daher die Herstellerangaben der Betriebsanleitung. Mit der regelmäßigen Überprüfung stellen Sie fest, ob der Rauchmelder noch voll funktionsfähig ist und im Ernstfall das lebensrettende Signal abgibt. Die Wartung funktioniert ganz einfach in 3 Schritten:

  1. Drücken Sie die Prüftaste am Rauchmelder. Kommt nach mehreren Sekunden kein Signal, sollten Sie die Batterien bzw. bei einer eingebauten Langzeitbatterie das ganze Gerät austauschen.
  2. Stauben Sie den Rauchmelder ab, benutzen Sie keinen Staubsauger.
  3. Notieren Sie sich das Datum der Wartung. 
  4. Denken Sie außerdem daran, dass bei einer Umwandlung z.B. Ihres Arbeitszimmers in ein Kinder- oder Gästezimmer dieses nachträglich mit einem Rauchmelder ausgestattet werden muss. 

Alle weiteren Informationen zu Ihrem Rauchmelder finden Sie in der Betriebsanleitung.

Ich bin meiner Wartungspflicht nicht nachgekommen – und jetzt?

Holen Sie die Wartung Ihres Rauchmelders schnellstmöglich nach. Denn nur ein voll funktionsfähiger Rauchmelder kann Ihr Leben retten. Wenn im Ernstfall der Rauchmelder nicht funktioniert und jemand zu Schaden kommt. sollten Sie die regelmäßige Wartung nachweisen könne.

Warum muss ich das Datum der Wartung notieren?

Falls Ihr Rauchmelder bei einem Brand nicht funktioniert, können Sie mit dem Datum die letzte Wartung belegen.

Muss ich als Mieter leere Batterien und defekte Rauchmelder ersetzen?

Der Austausch von Batterien gehört zur Wartung des Rauchmelders. Wenn Sie Eigentümer sind und als Mieter mit Ihrem Vermieter vereinbart haben, dass Sie das Gerät überprüfen, ist auch der Batteriewechsel Teil der Wartung. Alle Informationen dazu finden Sie in der Betriebsanleitung. Falls eine Langzeitbatterie eingebaut ist, muss das gesamte Gerät nach maximal 10 Jahren ausgetauscht werden –das ist jedoch stets Aufgabe des Eigentümers bzw. Vermieters, nicht eines Mieters.

Mein Vermieter installiert keine Rauchmelder – was kann ich tun? 

Prüfen Sie vorab, ob die Übergangsfrist in Ihrem Bundesland abgelaufen ist. Wenn ja, gehen Sie am besten persönlich auf Ihren Vermieter zu und bitten ihn um eine entsprechende Nachrüstung. Reagiert der Vermieter weder auf das persönliche Gespräch noch auf schriftlichen Kontakt, wenden Sie sich an die örtlich zuständige untere Bauaufsichtsbehörde. Diese wird weitere Maßnahmen ergreifen und ggf. Bußgelder verordnen.

Wer übernimmt die Kosten für den Rauchmelder?

Die Investitionskosten (Anschaffung und Installation) können auf die Kaltmiete umgelegt werden. In den Neben- und Betriebskosten kann der Vermieter die Wartungskosten geltend machen. Auf keinen Fall darf der Vermieter die Investitions- und Wartungskosten vermischen und beispielsweise die Anschaffungskosten auf die Nebenkosten anrechnen. Beides muss getrennt voneinander über die jeweilige Abrechnung erfolgen.