MENU

RAUCHMELDER FÜR HÖRGESCHÄDIGTE UND GEHÖRLOSE

Rauchmelder sehen und fühlen statt hören

Ein 85 Dezibel lauter Alarm – für Hörgeschädigte ist das kaum, für Gehörlose gar nicht wahrnehmbar. Spezielle Lösungen helfen, auch diese Menschen vor Rauch und Brand zu schützen. Spätestens nachts, wenn das Hörgerät ausgeschaltet ist, ist die Gefahr für Hörgeschädigte genauso groß wie für Gehörlose. Die Lösung: Ein Hörgeschädigten-Modul, das mit allen Rauchmeldern in der Wohnung funkvernetzt ist und den akustischen Alarm in visuelle und haptische Signale übersetzt.

Wie funktionieren Rauchmelder für Gehörlose und Hörgeschädigte? Die Vernetzung der Rauchmelder mit dem Hörgeschädigtenmodul stellt sicher, dass beispielsweise im Schlafzimmer ein Stroboskoplicht aufblitzt und ein Rüttelkissen zwischen Bettrahmen und Matratze vibriert – völlig unabhängig davon, welcher Rauchmelder im Haus oder in der Wohnung als erster auslöst. 

Die Kosten
Ein Hörgeschädigtenmodul mit Stroboskoplicht und Rüttelkissen kostet ca. 175,00 Euro. Rechnen Sie für die Ausstattung einer Dreizimmerwohnung mit drei funkvernetzten Rauchmeldern sowie einem Hörgeschädigtenmodul mit rund 500,00 Euro. 

Die Kostenübernahme
Das Beste vorab: Ihre Krankenkasse muss die Kosten für diese Speziallösung übernehmen. Sie muss die Kosten auch dann übernehmen, wenn in einer Wohnung nur eine einzige hörgeschädigte Person lebt.

Die gesetzliche Grundlage: Seit dem Urteil des Bundessozialgerichtes vom 18.06.2014 haben Hörgeschädigte Anspruch auf eine Versorgung mit einer Rauchmelderlösung für Gehörlose. 

Die Argumentation: Rauchmelder dieser Art dienen einem grundlegenden Sicherheitsbedürfnis und sind zudem in allen Bundesländern bauordnungsrechtlich vorgeschrieben. Somit ist ein allgemeines Grundbedürfnis des täglichen Lebens betroffen. Zum selbstständigen Wohnen gehöre es auch, Rauchmelder wahrnehmen zu können. Damit fallen diese unter die übernahmefähigen Hilfsmittel nach §33 Sozialgesetzbuch V (SGB V). 

Die Kostenübernahme erfolgt auf Antrag bei der Krankenkasse. Befragen Sie dazu Ihrem HNO-Arzt. 

Fachberater

Nutzen Sie unsere Fachberatersuche und kontaktieren Sie einen Fachberater in Ihrer Nähe.

Weiterführende Themen:

Ursachen für Brände im Haushalt erkennen und vermeiden.

Senioren gehören zur Risikogruppe Nr. 1.

Die Rauchmelderpflicht gilt in allen 16 Bundesländern.

Kontaktieren Sie unsere ausgewählten Dienstleister.