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Rauchmelder für Hörgeschädigte und Gehörlose
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Rauchmelder für Hörgeschädigte und Gehörlose

Rauchmelder retten Leben / Juni 28, 2019

Ein 85 Dezibel lauter Alarm – für Hörgeschädigte ist das kaum, für Gehörlose gar nicht wahrnehmbar. Spezielle Lösungen helfen, auch diese Menschen vor Rauch und Brand zu schützen. Spätestens nachts, wenn das Hörgerät ausgeschaltet ist, ist die Gefahr für Hörgeschädigte genauso groß wie für Gehörlose. Die Lösung: Ein Hörgeschädigten-Modul, das mit allen Rauchmeldern in der Wohnung funkvernetzt ist und den akustischen Alarm in visuelle und haptische Signale übersetzt.

Wie funktionieren Rauchmelder für Gehörlose und Hörgeschädigte? Die Vernetzung der Rauchmelder mit dem Hörgeschädigtenmodul stellt sicher, dass beispielsweise im Schlafzimmer ein Stroboskoplicht aufblitzt und ein Rüttelkissen zwischen Bettrahmen und Matratze vibriert – völlig unabhängig davon, welcher Rauchmelder im Haus oder in der Wohnung als erster auslöst.

Die Kosten

Ein Hörgeschädigtenmodul mit Stroboskoplicht und Rüttelkissen kostet ca. 175,00 Euro. Rechnen Sie für die Ausstattung einer Dreizimmerwohnung mit drei funkvernetzten Rauchmeldern sowie einem Hörgeschädigtenmodul mit rund 500,00 Euro.

Die Kostenübernahme

Das Beste vorab: Ihre Krankenkasse muss die Kosten für diese Speziallösung übernehmen. Sie muss die Kosten auch dann übernehmen, wenn in einer Wohnung nur eine einzige hörgeschädigte Person lebt.

Die gesetzliche Grundlage: Seit dem Urteil des Bundessozialgerichtes vom 18.06.2014 haben Hörgeschädigte Anspruch auf eine Versorgung mit einer Rauchmelderlösung für Gehörlose.

Die Argumentation: Rauchmelder dieser Art dienen einem grundlegenden Sicherheitsbedürfnis und sind zudem in allen Bundesländern bauordnungsrechtlich vorgeschrieben. Somit ist ein allgemeines Grundbedürfnis des täglichen Lebens betroffen. Zum selbständigen Wohnen gehöre es auch, Rauchmelder wahrnehmen zu können. Damit fallen diese unter die übernahmefähigen Hilfsmittel nach §33 Sozialgesetzbuch V (SGB V).

Die Kostenübernahme erfolgt auf Antrag bei der Krankenkasse. Befragen Sie dazu Ihren HNO-Arzt.

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