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Rauchmelderpflicht Thüringen
PRESSEMITTEILUNGEN

Noch mehr Brandopfer in Thüringen – jetzt Rauchmelder installieren

Die Zahl der Brandopfer in Thüringen ist im vergangenen Jahr erneut deutlich gestiegen, wie die jüngst veröffentlichte Brandschutzstatistik des Landes belegt. Vor diesem Hintergrund fordern die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ und der Landesfeuerwehrverband Immobilienbesitzer von Bestandsbauten auf, ihre Häuser und Wohnungen zeitnah mit Rauchmeldern auszustatten. Die Übergangsfrist endet bereits am 31. Dezember 2018. Für Neu- und Umbauten gilt die Rauchmelderpflicht bereits seit dem 29. Februar 2008. Zuständig für Einbau und Betriebsbereitschaft der Geräte ist der jeweilige Eigentümer.

Alarmierende Zahlen: Mehr Brandtote und Verletzte

„Jeder Brandtote ist einer zu viel. Die Eigentümer sollten keine Zeit mehr verstreichen lassen und sofort handeln. Rauchmelder können Leben retten, indem sie die Menschen rechtzeitig vor der tödlichen Gefahr warnen“, weiß Christian Rudolph, Vorsitzender der Initiative „Rauchmelder retten Leben“, die sich seit 2000 für die Aufklärung über Brandgefahren und die lebensrettende Funktion von Rauchmeldern einsetzt. Der Thüringer Feuerwehrverband e.V. berichtet von 18 Menschen, die bei Bränden im vergangenen Jahr in Thüringen ums Leben gekommen sind. Das sind drei mehr als ein Jahr zuvor. Auch die Zahl der Brandverletzten stieg um rund 100 auf 317, was ebenfalls einem Höchststand in den vergangenen fünf Jahren entspricht. „Zusätzlich haben wir fast 959 Menschen aus einer akuten Brandgefahr gerettet, das ist ein Plus von 77,6% gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Feuerwehreinsätze nahm dabei 2017 im Vergleich zum Vorjahr erheblich zu – um 12,6% auf 30.829“, erklärt Lars Oschmann, Verbandsvorsitzender beim Thüringer Feuerwehrverband. Oschmann erhofft sich einen positiven Effekt von der Rauchmelderpflicht, die ab 1. Januar 2019 für alle Wohngebäude in Thüringen gilt.

Rauchmelder richtig installieren und warten

Laut Bauordnung müssen in Thüringen sämtliche Kinder- und Schlafzimmer sowie angrenzende Flure, über die Rettungswege ins Treppenhaus oder Freie führen, mit mindestens einem Rauchmelder ausgestattet sein. In Einfamilienhäusern mit einem offenen Treppenraum gilt dieser auch als Fluchtweg und muss mit einem Melder ausgestattet werden. Weitere Geräte sollten idealerweise in Aufenthaltsräumen wie im Wohnzimmer angebracht sein, da hier die Brandgefahr besonders groß ist. Rauchmelder müssen stets gemäß ihrer Bedienungsanleitung befestigt werden. Dabei sollten sie möglichst in der Mitte der Zimmerdecke, mindestens aber 50 Zentimeter entfernt von Wänden, Lampen, Balken oder Unterzügen angebracht werden. Neben der korrekten Installation ist auch die richtige Wartung zwingend erforderlich. Auch hier ist allein der Eigentümer in der Pflicht. Die von ihm installierten Rauchmelder müssen entsprechend Herstellerangaben, mindestens jedoch einmal jährlich auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden, um so die Betriebsbereitschaft der Melder sicherzustellen.

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Pressekontakt

Ansprechpartnerin:
Frau Claudia Groetschel
Tel.: 030/44 02 01 30
E-Mail: redaktion@rauchmelder-lebensretter.de

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