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Glossar

A
Alarm- und Batterie-Warntöne
B
Befestigung
Bezugsquellen
Brandschutz

Unter Brandschutz versteht man folgende Maßnahmen:

  1. die der Entstehung eines Brandes oder seine Ausbreitung vorbeugen (vorbeugender Brandschutz oder Brandverhütung/Feuerverhütung/Schutz vor Feuer), und
  2. die der Entstehung eines Brandes oder seine Ausbreitung vorbeugen (vorbeugender Brandschutz oder Brandverhütung/Feuerverhütung/Schutz vor Feuer), und

Brandschutz ist vielschichtig und findet sich in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Daher finden sich zum Beispiel in Deutschland Anforderungen an den Brandschutz in einer Vielzahl von Rechtsvorschriften wie z. B. im baulichen Brandschutz, den Feuerwehrgesetzen und Bauordnungen der sechzehn Bundesländer sowie zahlreichen weiteren Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien.

Brandschutzaufklärung

gehört zum Vorbeugenden Brandschutz, siehe www.brandschutzaufklaerung.de

Brandschutzbeauftragter

Ein Brandschutzbeauftragter ist eine vom Arbeitgeber schriftlich beauftragte und speziell ausgebildete Person, die in einem Unternehmen den betrieblichen Brandschutz wahrnimmt. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt dabei beim Vorbeugenden Brandschutz.

Je nach gesetzlichen Voraussetzungen, die in den einzelnen Bundesländern verschieden sind, können diese Unternehmerpflichten/Aufgaben durch Bestellung eines eigens ausgebildeten Mitarbeiters oder auch durch einen extern bestellten Brandschutzbeauftragten erfüllt werden. Auch von der Feuerversicherung des Unternehmens kann die Bestellung einer geeigneten Person bei der Festsetzung der Höhe der Prämie berücksichtigt werden.

Brandschutzerziehung

gehört zum Vorbeugenden Brandschutz, siehe Kind und Feuer

Brandschutzordnung

(auch Brandschutzverordnung)

Als Brandschutzordnung wird eine Regelung für das Verhalten der Personen innerhalb eines Gebäudes oder Betriebes im Brandfall sowie für die Maßnahmen, welche Brände verhüten sollen, bezeichnet. Die Brandschutzordnung unterteilt sich in:

Brandschutzordnung Teil A (früher DIN 14096-1) richtet sich an alle Menschen, die sich in dem Gebäude des Betriebes aufhalten. Dieser Teil umfasst in der Regel nicht mehr als eine DIN-A4-Seite, ist an mehreren Stellen gut sichtbar ausgehängt und enthält die wichtigsten Verhaltensregeln im Brandfall.

Brandschutzordnung Teil B (früher DIN 14096-2) richtet sich vor allem an die Mitarbeiter des Betriebes. Teil B enthält wichtige Regeln zur Verhinderung von Brand- und Rauchausbreitung, zur Freihaltung der Flucht- und Rettungswege und weitere Regeln, die das Verhalten im Brandfall betreffen. Teil B wird allen Mitarbeitern in schriftlicher Form ausgehändigt.

Brandschutzordnung Teil C (früher DIN 14096-3) richtet sich an die Mitarbeiter des Betriebes, die mit Brandschutzaufgaben betraut sind. In diesem Teil wird dieser Personenkreis mit der Durchführung von vorbeugenden brandschutztechnischen Maßnahmen betraut.

C
CE-Zeichen

Seit 2008 dürfen nur noch Rauchwarnmelder auf den Markt gebracht werden, die nach EN 14604 geprüft sind und entsprechend mit CE-Kennzeichnung inkl. Zertifikatsnummer und der Angabe „EN 14604“ versehen sind. Allerdings beinhaltet diese CE-Kennzeichnung keine qualitative Aussage, sondern nur, dass das derart gekennzeichnete Produkt im Europäischen Binnenmarkt legal gehandelt werden darf.

D
DIN 14675

Die DIN 14675 beschreibt neben DIN VDE 0833-1 und -2 den fachgerechten Aufbau und Betrieb einer Brandmeldeanlage, die eine direkte Alarmierung der Feuerwehr auslöst. Gültig ist sie in Deutschland und beschreibt standardisierte Feuerwehrperipherie. Verantwortlich für die Erstellung der Norm ist der Normausschuss Feuerwehrwesen (FNFW) NA 031. Deshalb wird die DIN 14675 umgangssprachlich auch als Feuerwehrnormbezeichnet.

DIN 14675

Die DIN 14675 beschreibt neben DIN VDE 0833-1 und -2 den fachgerechten Aufbau und Betrieb einer Brandmeldeanlage, die eine direkte Alarmierung der Feuerwehr auslöst. Gültig ist sie in Deutschland und beschreibt standardisierte Feuerwehrperipherie. Verantwortlich für die Erstellung der Norm ist der Normausschuss Feuerwehrwesen (FNFW) NA 031. Deshalb wird die DIN 14675 umgangssprachlich auch als Feuerwehrnorm bezeichnet.

Die DIN 14676 hingegen ist nicht im Zusammenhang mit Brandmeldeanlagen zu verwenden. Diese beschreibt Rauchwarnmelder, die entsprechend den baurechtlichen Anforderungen in Wohnungen eingesetzt werden können. (Quelle: Wikipedia)

DIN 14676

Die Anwendungsnorm für Rauchwarnmelder. Diese Norm für Rauchmelder regelt die Rauchmelder-Montage, d.h. in welchen Räumen Sie Rauchmelder anbringen und wo Sie Rauchmelder installieren müssen (also die Rauchmelder-Platzierung), sowie die Wartung.
Mehr Informationen finden Sie hier unter Rauchmelder DIN.

DIN EN 14604 (früher nur DIN 14604)

Die Gerätenorm für Rauchwarnmelder, umgangssprachlich auch „Rauchmelder DIN“ oder „Rauchwarnmelder DIN“ genannt. Die Rauchmelder Normen legen entweder die Anforderungen an das Produkt (DIN EN 14604) oder an die Installation und Wartung (DIN 14676) fest. Mehr Informationen finden sie hier unter Rauchmelder DIN

F
Fachberater

Auf dieser Website werden Feuerwehren, Schornsteinfeger, Versicherer, Hersteller von Rauchwarnmeldern und „Q“-geprüfte Fachkräfte für Rauchwarnmelder „Fachberater“ genannt. Für diese Multiplikatoren und Berater gibt es einen eigenen Bereich zum fachlichen Austausch auf der Website

Funkrauchmelder

Über Funk lassen sich auch Rauchmelder miteinander vernetzen, es gibt sie reihenvernetzt oder auch als Funkrauchmelder mit Zentrale. Die funkvernetzten Melder alarmieren dann je nach Modell und Einstellung alle gleichzeitig oder nur an einer zentralen Stelle. Mehr Informationen finden Sie hier unter Funkrauchmelder

Funktion Rauchmelder

auch Rauchmelder Funktion, siehe Optische Rauchmelder

G
Gehörlose/Gehörlosen-Rauchmelder

Ausführliche Informationen finden Sie unter Rauchmelder für Gehörlose und Hörgeschädigte.  Die Systeme funktionieren mit einer Lichtsignalanlage (auch Blitzanlage genannt) und mit Rüttelkissen (Vibrationskissen) für die Nacht.

Geprüfte Fachkraft

Die novellierte Anwendungsnorm DIN 14676, die im Herbst 2012 veröffentlicht wurde, sieht auch für die Projektierung, Installation und Instandhaltung eine „Geprüfte Fachkraft für Rauchwarnmelder“ vor, z.B. durch das Forum Brandrauchprävention. Das Forum Brandrauchprävention bietet seitdem in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. (BHE) und dem ZVEI – Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. eine Weiterbildung zum „Trainer für die Q-Geprüfte Fachkraft“ an. Die so ausgebildeten Trainer können bundesweit ihrerseits die „Q-Geprüfte Fachkraft für Rauchwarnmelder“ ausbilden. Dank des zertifizierten Fachwissens wird diese Fachkraft für ein Höchstmaß an Sicherheit auf einer einheitlichen, normativen Grundlage sorgen.
siehe Q-Fachkraft

Gerätenorm

siehe DIN EN 14604

Gesetzgebung

siehe Rauchmelderpflicht

H
Hörgeschädigte

Rauchmelder für Hörgeschädigte, siehe Gehörlosen-Rauchmelder

I
Installation von Rauchmeldern
Ionisationsrauchmelder

Diese sind privat verboten, siehe Ionisationsrauchmelder

K
Kamera im Rauchmelder

Online und in Baumärkten werden Überwachungskameras im Rauchmelderdesign angeboten. Diese haben aber keinerlei Rauchmelderfunktion! Kein Hersteller von Rauchmeldern würde eine Kamerafunktion in den Melder einbauen. Denn: Rauchmelder sind gesetzlich vorgeschrieben, zum Schutz der Privatsphäre verbietet das Telekommunikationsgesetz jedoch Kameras, die in Alltagsgegenständen versteckt sind und unbemerkt filmen können. D.h. die heimliche Überwachung verletzt die Rechte Dritter, was strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen kann. Die Bundesnetzagentur geht daher entschlossen gegen alle Beteiligten vor, auch gegen Hersteller, Verkäufer und Käufer dieser Kameras.

Vor allem in Flüchtlingsunterkünften sind nicht nur muslimische Bewohner immer wieder beunruhigt, ob der (gesetzlich vorgeschriebene) Rauchmelder in den Schlafräumen eine Kamera enthalten könnte. Das ist generell auszuschließen. Dennoch werden aus diesem Grund viele lebensrettende Geräte mutwillig zerstört. 

KRIWAN Testzentrum

Das KRIWAN Testzentrum übernimmt die Prüfung und Zertifizierung von Brandmeldetechnik. Neben dem Qualitätszeichen „Q“ prüft Kriwan auch Rauchmelder für den TÜV, jedoch ist das TÜV-Zeichen für Rauchmelder nicht sehr verbreitet.

L
Landesbauordnung

Die Bauordnung (BauO) oder Landesbauordnung (LBO) des jeweiligen Bundeslandes ist in Deutschland wesentlicher Bestandteil des öffentlichen Baurechts. Einem Rechtsgutachten des Bundesverfassungsgerichts zufolge liegt die Kompetenz für das Bauordnungsrecht bei den deutschen Bundesländern. Die Landesbauordnung regelt auch die gesetzliche Ausstattung von Rauchmeldern in privaten Haushalten.
siehe Rauchmelderpflicht

Lichtsignalanlage

Diese wird auch „Blitzanlage“ genannt und zusammen mit einem Rüttelkissen Teil der Alarmierungsfunktion bei Gehörlosen-Rauchmeldern

M
Mieter

In Bezug auf die Rauchmelderpflicht finden Sie wichtige Informationen hier: Alle Infos für Mieter von Mietwohnungen

Montage von Rauchmeldern
N
Normen Rauchwarnmelder
P
Pflicht Rauchwarnmelder
Platzierung Rauchmelder
Prävention
Q
Q-Fachkraft

Kurzform fürQ-zertifizierte Fachkraft für Rauchwarnmelder“

siehe Q-Fachkraft

Q-Lizenz

Umgangssprachliche Bezeichnung für die Markennutzungslizenz, mit der Unternehmen mit dem Qualitätszeichen „Q“ für ihre Rauchmelder werben dürfen.

siehe Qualitätsrauchmelder

Qualitätsrauchmelder
R
Rauchmelder

laut Norm Rauchwarnmelder, fälschlicherweise auch oft Feuermelder oder Brandmelder genannt.

Rauchwarnmelder sind nicht Bestandteil einer Brandmeldeanlage.

Rauchmelder Funk vernetzt
Rauchmelder Wartungspflicht
Rauchmelderpflicht

(Fälschlicherweise auch oft Feuermelder-Pflicht oder Brandmelder-Pflicht genannt.)

Das sogenannte „Rauchmeldergesetz“ ist eine gesetzliche Rauchmelder-Vorschrift oder Verordnung für Rauchmelder, die die Rechte und Pflichten in Bezug auf die Installation und Wartung von Rauchmeldern in den jeweiligen Landesbauordnungen regelt.

Erfahren Sie mehr über die Rauchmelderpflicht in Ihrem Bundesland.

S
Schutz vor Feuer/Rauchgas/Brandrauch
T
Test Rauchmelder
TÜV

Das KRIWAN Testzentrum übernimmt die Prüfung und Zertifizierung von Brandmeldetechnik. Neben dem Qualitätszeichen „Q“ prüft Kriwan auch Rauchmelder für den TÜV.

V
VdS

Die Dienstleistungen der VdS Schadenverhütung GmbH als Prüfinstitut umfassen u.a. Risiko­beurteilungen, Prüfungen von Anlagen sowie Zertifizierungen von Produkten, Firmen und Fachkräften. Die VdS 3131 wurde als interne Prüfrichtlinie vom VdS für das Qualitätszeichen „Q“ entwickelt und beruht technisch auf der vfdb-Richtlinie 14/01, berechtigt aber nicht automatisch zur Nutzung des bekannten Qualitätszeichens „Q“.

Seit Ende März 2015 tragen nur noch nach VdS 3131 geprüfte Melder das VdS-Qualitätssiegel. Weit verbreiteter, in den meisten Ausschreibungen vorgeschrieben und von Feuerwehren empfohlen, ist jedoch das Qualitätszeichen „Q“.

Die von VdS nur nach der momentanen EU-Norm DIN EN 14604 anerkannten Rauchmelder tragen seit Ende März 2015 nur noch das CE-Zeichen.

Das KRIWAN Testzentrum prüft ebenfalls Rauchwarnmelder nach der DIN EN 14604 und vfdb-Richtlinie 14/01.

Vermieter

In Bezug auf die Rauchmelderpflicht siehe Rauchmelder: Alle Infos für Vermieter

Vorbeugender Brandschutz

dazu gehört Brandschutzaufklärung
siehe www.brandschutzaufklaerung.de

 und Brandschutzerziehung
siehe Kind und Feuer

Fachberater

Nutzen Sie unsere Fachberatersuche und kontaktieren Sie einen Fachberater in Ihrer Nähe.

Weiterführende Themen:

Qualitätsrauchmelder erkennt man an bestimmen Gütezeichen. Achten Sie beim Kauf auf das Qualitätszeichen. 

Die Rauchmelderpflicht gilt in allen 16 Bundesländern.

Informieren Sie sich, wie und wo Sie Rauchmelder richtig anbringen.

In nur fünf Schritten zur richtigen Wartung und Prüfung.