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RAUCHMELDER ANBRINGEN IM HAUS

Rauchmelder für Ein- oder Mehrfamilienhäuser

Als Eigentümer sind Sie gesetzlich verpflichtet, in Ihrem Haus oder Ihren Wohnungen Rauchmelder einzubauen, egal ob Sie ein Haus bzw. eine Wohnung selbst bewohnen oder  vermieten. Die wichtigsten Informationen über die Rauchmelder-Gesetzgebung in Ihrem Bundesland finden Sie hier

Wenn Sie Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung vermietet haben,  sind Sie als Vermieter immer in der Pflicht, die von Ihnen oder über Dritte (externe Dienstleister) installierten Melder betriebsbereit zu halten. Diese mietrechtliche Pflicht verdrängt auch anderslautende Regelungen zur Zuständigkeit für die Wartung von Rauchwarnmeldern in einzelnen Landesbauordnungen.

Installation Rauchmelder Einfamilienhaus_Rauchmelder retten Leben

Installation Rauchmelder Einfamilienhaus

Rauchmelder für Treppenhäuser?

In einem Einfamilienhaus gilt das offene Treppenhaus als Fluchtweg innerhalb der Wohneinheit/Wohnung und ist daher mit Rauchmeldern auszustatten. Bei offenen Verbindungen mit mehreren Geschossen ist mindestens auf der obersten Ebene ein Rauchmelder zu installieren. Das gesetzliche Schutzziel gibt jedoch vor, dass anwesende Personen rechtzeitig vor einer Brandgefahr gewarnt werden müssen, damit sie sich unverletzt ins Freie retten können. D.h. im Brandfall muss der Rauchmelder den Rauch möglichst frühzeitig detektieren und entsprechend alarmieren. Da Treppenabsätze und Treppenstufen die Rauchausbreitung nach oben jedoch stark behindern, verzögern sich auch Detektion und Alarmierung, wenn bei einem Brandausbruch im Parterre oder im ersten Stock im Treppenraum nur an der Decke des zweiten Stockwerks ein Rauchmelder montiert wäre. Es ist deshalb sehr ratsam, auf jedem Stockwerk bzw. Absatz im Treppenraum einen Rauchmelder anzubringen.

Das separate Treppenhaus in einem Mehrfamilienhaus jedoch, von welchem die einzelnen Wohnungen durch eine Wohnungstür abgetrennt sind,  ist von der Rauchmelderpflicht ausgenommen, weil es sich nicht um einen  Flucht- und Rettungsweg bzw. den Zugang zu Aufenthaltsräumen innerhalb einer Wohneinheit bzw. Wohnung handelt.

Hintergrund ist ein konkreter Schutzzweck: Wenn Rauchmelder im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses bei einem Brand im Treppenhaus Alarm geben, würden die Hausbewohner in Panik ihre Wohnungen verlassen und über das lebensgefährlich mit Brandrauch versetzte Treppenhaus zu flüchten versuchen, was wegen des Kohlenmonoxids häufig tödlich endet.

Die Nutzer der Wohnungen, in denen es nicht brennt, sollen deshalb in ihren Wohnungen auf die Rettung durch die Feuerwehr warten, wie es das Brandschutzkonzept aller Landesbauordnungen vorsieht. Daher sind für Treppenhäuser in Mehrfamilienhäusern keine Rauchmelder vorgeschrieben.

Die Bauordnungen verbieten den Hauseigentümern aber nicht, mehr zu tun als die Bauordnung vorsieht und verbleibende Risiken zusätzlich abzusichern. Es empfehlen sich je nach persönlicher Zielsetzung dafür unterschiedliche Lösungen:

Ziel A: Begehbarkeit des Treppenhauses auch im Brandfall sicherstellen

Sofern es nicht im Treppenhaus selbst brennt, sondern nur Brandrauch und Brandgase das Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses unbenutzbar machen, kann ein Ziel sein, die Begehbarkeit des Treppenhauses als erstem Fluchtweg durch ausreichende Rauchableitung sicherzustellen. Dazu werden bei außen liegenden Treppenräumen die Fenster mit einem automatischen Öffner (Motor) versehen, der durch eine Rauchmelder unter der Decke jedes Treppenabsatzes angesteuert wird und bei Auftritt von Brandrauch automatisch das jeweilige Fenster öffnet. Diese Lösung ist preiswert zu realisieren, weil es (für Wohnbauten bis unterhalb der Hochhausgrenze) keiner geprüften, CE-gekennzeichneten Rauch- und Wärmeabzugsgeräte bedarf, da bauaufsichtlich an diese Lösung keine Anforderungen gestellt werden.

Weil Treppenhäuser auch im Sommer meist kühl sind, kühlt Brandrauch dort schnell ab, wodurch wiederum die Thermik rasch an Kraft und Auftrieb verliert, so dass der Rauch nicht unbedingt bis zu höheren Etagen aufsteigt. Deshalb sind in Teppenräumen für eine solche Lösung Detektions- und Ableitungseinrichtungen möglichst auf jeder Etage sinnvoll. Das Treppenhaus wäre andernfalls in den oberen Etagen rauchfrei und erst ab einem mittleren Stockwerk nach unten in Richtung Ausgang unbegehbar verraucht. Dem wird durch Rauchableitung auf jeder Etage bzw. jedem Treppenabsatz entgegengewirkt.

Ziel B: Zusätzliche Alarmierung einer internen oder externen Stelle, die ggf. die Feuerwehr ruft

Die Rauchmelder im Treppenhaus werden untereinander vernetzt und auf eine interne oder über eine Hausalarmzentrale auf eine externe Stelle geschaltet, die den Alarm verifiziert und bei Bedarf die Feuerwehr alarmiert.

Es kann sinnvoll sein, neben Wohnungen und Treppenhaus auch Keller, insbesondere Heizungs- und Waschkeller wegen der erhöhten Brandgefahr der dort untergebrachten Geräte und Anlagen mit Rauchwarnmeldern auszustatten. Problematisch ist häufig, die Wahrnehmung eines Alarmsignals eines dort untergebrachten Melders durch die Hausbewohner sicherzustellen. Das Problem ließe sich ebenfalls via hausinterner Vernetzung bzw. Aufschaltung auf eine Hausalarmzentrale mit externer Alarmierung lösen.

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