Herbst 2008, Frankfurt:
"Rauchwarnmelderpflicht in Wohnhäusern"
Auf dem sechsten nationalen Paging-Kongress 2008 in Berlin tauschten sich Fachleute über wirksame Maßnahmen für den Einsatzalltag von Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus. Ein Schwerpunkt war die Warnung der Bevölkerung in Katastrophensituationen.
Wilfried Gräfling, Landesbranddirektor der Berliner Feuerwehr, moderierte die Veranstaltung, die mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Alarmierung und Warnung 2009“ ihren Abschluss fand. Hochkarätige Redner wie der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), Hans-Peter Kröger, der Präsident des THW, Albrecht Broemme, der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger sowie Michael Gunkel oder Uwe Rühl verdeutlichten den Sachstand in Deutschland.
Einigkeit herrschte unter den Teilnehmern des Kongresses darüber, dass rasch Wege zur Warnung der Bevölkerung gefunden werden müssen. Eine praktikable Lösung sieht der Deutsche Feuerwehrverband darin, die Alarmierung auf die am schnellsten verfügbare und auch perspektivisch am einfachsten zu nutzende Alarmierungslösung umzustellen: Rauchmelder.
"Derzeit sind Rauchwarnmelder das einzige Medium, das flächendeckend eingesetzt werden könnte", sagt Bernd Pawelke, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes. Auch der Präsident des BBK, Christoph Unger, sprach sich klar für Rauchwarnmelder zur Alarmierung der Bevölkerung aus.
Hans-Peter Kröger, Präsident des DFV und Schirmherr des Paging-Kongresses, forderte eine stärkere Orientierung der Technik an den Bedürfnissen der Feuerwehren und der Benutzer. "Katastrophenwarnmelder müssen robust und nicht mit Spielereien oder komplizierten Bedienvorgängen überfrachtet sein, sonst wird ihre Akzeptanz in der Bevölkerung verringert", sagte Kröger. "Es gibt unserer Ansicht nach hierbei keine wirkliche, praktikable Alternative zur Ausstattung aller Haushalte mit Rauchwarnmeldern."