Senioren sind Risikogruppe Nr. 1

Senioren gehören bei privaten Wohnungsbränden zu der am stärksten gefährdeten Gruppe. Das Risiko eines Senioren bei einem Brand zu sterben, ist je nach Alter im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung mindestens doppelt so hoch

Nutzen Sie für Ihre Aufklärungsarbeit unsere Materialien wie die Powerpoint-Präsentation und das Web-Banner. Den Flyer mit der Checkliste können Sie ebenfalls kostenfrei in unserem Online-Shop bestellen.

Die nachfolgende Checkliste soll älteren Menschen und Angehörigen helfen, das individuelle Gefährdungsrisiko bei Wohnungsbränden besser einzuschätzen.

Machen Sie jetzt den Risiko-Check!

So funktioniert’s:
Kreuzen Sie bitte nur die Antworten an, die zutreffen. Anschließend erhalten Sie eine Auswertung, die Ihnen helfen soll, die aktuelle Situation einzuschätzen, Gefahrenquellen zu erkennen und zu beseitigen und für einen altersgerechten Brandschutz in der Wohnung zu sorgen.

Wenn Sie oder Ihre Angehörigen sich aufgrund stark eingeschränkter Mobilität nicht selbst retten können, ist im Brandfall sofortige Hilfe durch Dritte (Nachbarn, Angehörige o. Ä.) lebenswichtig. In diesem Fall sollten auf jeden Fall Fachleute hinzugezogen werden, um eine umfassende Beurteilung der Gefahrensituation vorzunehmen sowie mögliche Rettungskonzepte zu erarbeiten.

Bitte beachten Sie: Die Checkliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und
kann lediglich als Orientierung dienen und zum Handeln anregen.


1. Gesundheitszustand/Lebenssituation
Eingeschränkte Wahrnehmung kann dazu führen, dass bereits ein Entstehungsbrand verspätet oder gar nicht erkannt wird. Noch gefährlicher ist jedoch die eingeschränkte Mobilität, die im Fall eines Brandes die Flucht behindert. Alleinlebende Menschen sind in beiden Fällen stärker gefährdet. 
Das Hörvermögen ist eingeschränkt.
Das Sehvermögen ist eingeschränkt.
Der Geruchssinn ist eingeschränkt.
Die Beweglichkeit ist eingeschränkt, Gehhilfen wie Stock oder Rollator werden benötigt.
Es sind Medikamente einnahmepflichtig, die das Bewusstsein beeinträchtigen.
In der Wohnung wird geraucht.

2. Wohnsituation.
Rauchmelder retten Leben, daher gibt es in fast allen Bundesländern bereits eine Rauchmelderpflicht für private Wohnräume. Darüber hinaus lassen sich viele Brände durch Vorsichtsmaßnahmen und umsichtiges Verhalten vermeiden.
Es werden Kerzen oder Öllampen genutzt.
Ein Kamin oder Ofen wird genutzt.
Der Elektroherd hat keine automatische Abschaltfunktion.
Der Gasherd hat keine Zündsicherung.
In Flur- und Schlafräumen gibt es keine Rauchwarnmelder.
In der Wohnung befinden sich leicht entzündliche Stoffe wie Lacke, Lösungsmittel, Reinigungsalkohol, Spiritus oder Lampenöl.

3. Elektroinstallation und Geräte
Ein Drittel aller Wohnungsbrände entstehen aufgrund elektrischer Defekte. Überprüfen Sie daher bitte vor allem alle Elektrogeräte und elektronischen Einbauten.
Es werden elektrische Heizgeräte, z. B. Heizstrahler oder Radiatoren, benutzt.
Es werden Heizkissen oder -decken benutzt.
Elektrogeräte wie Bügeleisen, Toaster, Wasserkocher, Steh- oder Tischlampen sind schadhaft, z. B. am Kabel.
Der Fernseher ist in einen Schrank eingebaut.
Lampen oder Computertechnik sind ohne ausreichende Belüftung in Vitrinen/Schränken eingebaut.
Es werden Mehrfachsteckdosen hintereinander geschaltet oder Verlängerungskabel genutzt.

4. Fluchtwege
Fluchtwege in und außerhalb der Wohnung müssen frei von Hindernissen und brennbarem Material sein.
Die Fluchtwege (Treppenhaus oder Zugang zur Terrasse) sind nicht barrierefrei.
Im Treppenhaus wird brennbares Material (z. B. Altpapier, Kinderwagen) abgestellt.
Im Treppenhaus stehen Stolperfallen/Hindernisse (Schuhe, Fahrräder etc.).
Die Haustür wird nachts abgeschlossen.

 

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Ältere Menschen besonders gefährdet

„Rauchmelder retten Leben“ präsentiert Checkliste zur Brandprävention für Senioren.